Frucht- und Sauerbiere kombinieren ihre knackige Säure in der Regel mit feinen Fruchtaromen. Viele Exemplare werden sogar mit frischen Früchten hergestellt und sind herrlich saftig und süß. Die Gose bildet eine kleine Ausnahme: Das klassische Sauerbier aus Niedersachsen wird mit Milchsäurebakterien gesäuert und enthält darüberhinaus kein Obst, sondern Gewürze. Koriandersaat und Salz verleihen dem Sud seine frische Würze, während das Salz die Aromen betont und unterstreicht. Heutzutage gibt es viele Interpretationen, die die historische Rezeptur um Obst – oder aber Gemüse erweitern. Die Gurken-Gose aus der Braumanufaktur Hertl ist legendär und auch aus dem hohen Norden kommt eine spannende Version mit Salatflair.
Die estnische Brauerei Anderson’s präsentiert uns mit Catch Up! Chili eine unkonventionelle Gose, die mit frischem Basilikum, Tomatenpüree und feurig scharfen Chilischoten der Sorte Carolina Reaper gebraut wird. Kein Bier für Traditionalist:innen!
Nach dem Einschenken bietet sich ein spannender erster Eindruck: Reife Tomate trifft in der Nase auf frisch gezupften Basilikum, während die Chili einen Hauch von Schärfe beisteuert. Der Antrunk führt dieses Schauspiel eindrucksvoll fort und liefert knackige Säure, köstliche Tomate mit weicher Süße, erdige Kräuterwürze, eine Prise Salz und eine feurige Schärfe, die sich in Leib und Seele ausbreitet. Eine perfekte Alternative zu gesalzenem Tomatensaft oder einer Bloody Mary!
Anderson´sWasser, Hopfen, Hefe, frische Basilikumblätter, Tomatenpüree, scharfe Chilisauce